Der Schweigemarsch am 10.10.2020 in Berlin

Der Schweigemarsch am 10.10.2020 in Berlin

Am 10.10.2020 war ein großer Schweigemarsch in Berlin. Das Thema lautete:

Wir müssen REDEN!”

C:
Hannes Henkelmann
aus dem Fotobuch
“Zwei Tage in Berlin”
Fest für Frieden und Freiheit
29. – 30.08.2020
Driediger Verlag
ISBN 978-3-9321-30-36-2

Dies sind meine Eindrücke dazu

Die vielen Demonstranten wurden einer Theaterinszenierung gleich von Ordnern mit Zöllstöcken in Reih und Glied aufgestellt. Dabei wurden schwarze, dünne Mund-Nasen-Bedeckungen verteilt. Über Megafon wurden wir laufend darauf hingewiesen, die nötigen Mindesabstände einzuhalten und eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. So wurde die Absurdität der Demo-Auflagen genauso ad absurdum geführt wie die Maßnahmen selber!

Schon während dieser sehr lang dauernden Aufstellung blockierten wir den Verkehr, was nicht bei jedem Autofahrer gut ankam. So versuchte eine Frau dennoch in die Menge hinein zu fahren. Daran hat die Polizei sie dann aber gehindert.

Nach einer gefühlten Ewigkeit setzte sich der Zug in Bewegung und ich habe schnell feststellen müssen, dass gleichmäßig marschieren und Schweigen gar nicht so leicht sind.

Der Zug war sehr lang. Ein Paar, die beide im Rollstuhl saßen jubelten und klatschten und riefen, dass sie seit über einer Stunde dort saßen und der Zug noch immer nicht vorüber sei.
Als die ersten Teilnehmer bereits an der Siegessäule eintrafen, waren wir noch weit davon entfernt. Dort wurden dann die Masken in roten Mülltonnen eingesammelt, angelehnt an die roten Müllsäcke für infektiösen Müll in den Krankenhäusern.
Als das Gedränge an der Siegessäule durch die vielen Demonstranten zu dicht wurde und die Polizei langsam unruhig wurde, beendeten die Veranstalter die Demo obwohl die letzten Teilnehmer das Ziel noch nicht ganz erreicht hatten.

Wie viele Teilnehmer dort waren, kann ich nicht sagen. Es waren viel mehr, als ich erwartet hatte. Die Medien sprechen von einigen Tausend. Mein Gefühl sagt mir, dass dabei eine Null fehlt!
Es war ein grandioser Tag und ich war zwischendurch zu Tränen gerührt. All diese Menschen denken ähnlich wie ich. Sie alle sind mutig genug, zu ihrer Meinung zu stehen und Gesicht zu zeigen. Sie alle setzen sich dafür ein, den Wahnsinn zu beenden!
Ich kann jedem nur empfehlen, an Demonstrationen teilzunehmen. Es tut gut, mit so vielen Gleichgesinnten zusammen zu kommen.

Ich möchte mich hier auch noch zur Kritik am Schweigemarsch äußern.

Viele fanden die Idee des Schweigemarsches nicht gut.
Wie kann man gegen die Maskenpflicht sein und dennoch eine Maske tragen?
Wieso schweigen wenn es doch so viel zu sagen gibt?

Das Konzept viel mir von Anfang an richtig gut, auch ohne dass ich mir dazu die Erklärung auf der Homepage angesehen habe. (1)

Plakate, Flaggen und Symbole jeder Art waren unerwünscht. Aus gutem Grund! Wir kommen aus vielen unterschiedlichen Bereichen, haben unterschiedliche Ansichten und auch teilweise unterschiedliche Ziele. Dies wird durch die Symbole nach außen getragen.
Der Verzicht auf diese Erkennungsmerkmale vereint uns. So stehen wir gemeinsam, als eine große Gruppe Gleichgesinnter, deren gemeinsames Ziel es ist, die “Corona-Maßnahmen” zu stoppen.

Wenn keine Reden gehalten werden, kann der Zuschauer anfangen, selber zu denken, Fragen zu stellen, sich zu informieren. Zudem kann niemand falsch zitiert werden. Niemandem wird das Wort im Munde umgedreht.
Mit diesem Konzept macht man es den Medien sehr schwer, die von Ihnen gewünschten Bilder zu produzieren!

Zudem ging es ja nicht nur um die Maskenpflicht! Es ging um die Einschränkung unserer Grundrechte. Dies ist so wichtig, dass es sich lohnt, hierfür eine Maske zu tragen, wenn man kein Attest hat.

Auf dem Telegramkanal (2) wurde frühzeitig mitgeteilt, dass Menschen mit Attest im hinteren Bereich mitlaufen sollten. Dies sollte verhindern, dass die Polizei durch eine Kotrolle der Atteste den Zug erst gar nicht starten lassen würde. Zudem wurde organisiert, dass dort Rechtsanwälte wie u.a. Ralf Ludwig und Markus Haintz zur Unterstützung sein würden.

Die Veranstalter wollten mit diesem Konzept eine neue Richtung einschlagen. Weg von der Party und den vielen Reden. Dafür die Maßnahmen überzeichnen und so ins Lächerliche ziehen. Dazu passte dann auch der Artikel “Schwarze Wahrheiten” aus dem Mulitpolarmagazin. (3)

In vielen Gruppen habe ich diese und ähnliche Fragen gelesen. Oft verbunden mit dem Aufruf, endlich mal zu handeln, Taten sprechen zu lassen!
Dazu kann ich nur sagen, jeder muss seinen Weg finden, wie er Widerstand leisten kann und will. Auch ich denke oft, man müsse “die Regierung stürzen”. Aber diese Gedanken entstehen nur aus dem Gefühl der Verzweifelung und der Angst. Von diesen Gefühlen dürfen wir uns aber nicht leiten lassen.
Gewalt ist nicht mein Weg und wird es niemlas sein!

Eine friedliche Revolution dauert länger, ist aber nachhaltiger. Am Ende werden so mehr Menschen erreicht. Das hat Ghandi bereits vorgelebt.
Was gibt es beeindruckenderes als Menschen, die von einer Demo weggetragen werden, um sich dann später wieder friedlich genau an den gleichen Platz zu setzen?

Die Veranstalter hatten aus taktischen Gründen die Demo als Marsch gegen Rassismus angemeldet, um einer weitere Eskalation durch die Polizei zu entgehen. Es hat funktioniert! Ich habe nicht mitbekomen, dass auch nur ein Attest kontrolliert wurde. Die einzigen Unruhen waren im Zusammenhang mit der unrechtmäßigen Verhaftung/in Gewahrsamnahme (ich kenne die juristischen Feinheiten nicht) von Attila Hildmann und einigen seiner Begleiter an der Siegessäule.(4)

Für diesen Artikel habe ich mit Silke Volgmanns telefoniert, eine der Initiotorinnen des Schweigemarsches. Sie erzählte mir, dass sie bereits nach der Berlin-Demo am 29.08.2020 darüber nachgedacht haben, was auf den Demos anders gemacht werden könnte. Wie kann man eine Demo organisieren, ohne dass sie von der Polizei mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln gestoppt werden kann? Ich finde, sie haben eine gute Möglichkeit gefunden, denn bei den beiden sich anschließenden Demostrationen von Querdenken hat die Polizie wieder ihre Gewaltbereitschaft demonstriert.

(1) https://der-schweigemarsch.de
(2) https://t.me/derschweigemarsch
(3) https://multipolar-magazin.de/artikel/schwarze-wahrheiten
(4) https://www.youtube.com/watch?v=VQkq96zBQ9c

Hier sind einige Videos zur Demo:

Mit Luftaufnahmen
https://youtu.be/J98_Ov6iPoQ

Der komplette Marsch im Zeitraffer von 6 Minuten
https://youtu.be/TwmEKGDtby8

Eine Zusammenfassung
https://youtu.be/bpgVXb2os28

Eine Zusammenfassung
https://youtu.be/nEs6V1A7gO4

Interview mit Ralf Ludwig
https://youtu.be/lMTajEHP15g

Ein Bericht von TV.Berlin mit einem Interview mit Attila Hildmann
https://youtu.be/7_TtUnFtdOA

Impressionen
https://youtu.be/Vn43-_swF0E

Ein Livestream von Paula P´Cay mit verschiedenen Interviews
https://youtu.be/nRKC3vyj51w

Ein Livestream mit den Anschlussveranstaltungen von Querdenken
https://youtu.be/8RYbZPGyY3A

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